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20.05.2019

WiFi4EU - Toller Erfolg für unser Amt

WiFi4EU_Logo
© European Commission

Im Rahmen des zweiten Aufrufs (Call) zum Europäischen Förderprogramm WiFi4EU konnte das Amt kürzlich einen tollen Erfolg vermelden: Insgesamt 6 von 9 beteiligten Gemeinden erhalten demnächst einen Gutschein zur Errichtung eines oder mehrerer sog. Hotspots für kostenloses, öffentliches WLAN.

Und dies ist gar nicht so selbstverständlich, erklärt Steven Hufnagel, beim Amt Hagenow-Land zuständig für den geförderten Ausbau der Breitbandversorgung: Bei diesem Programm gilt das sog. Windhundprinzip – also: wer zuerst kommt (beantragt) mahlt (gewinnt) zuerst – und hier zählte tatsächlich die erste Sekunde.

Während die Anträge beim ersten Call wegen angeblicher Formfehler noch abgelehnt wurden, war man diesmal besser vorbereitet: Insgesamt neun Mitarbeiter des Amtes saßen am Rechner und drückten am 04. April um 13:00 Uhr nahezu simultan auf den „Knopf“, berichtet Steven Hufnagel. Wenn man bedenkt, dass bei der letzten Antragsrunde (1. Call) nur ganze 3 Gemeinden in ganz Mecklenburg-Vorpommern zum Zuge kamen, ist die Zuteilung von 6 Vouchers allein innerhalb unseres Amtes recht beachtlich!

Folgende Gemeinden zogen dadurch das glückliche Los:

  • Bresegard b. Picher
  • Hoort
  • Kirch Jesar
  • Picher
  • Pritzier
  • Redefin

Jeder dieser 6 Gutscheine hat einen Wert von 15.000 Euro und darf an diejenigen Unternehmen weitergegeben werden, die ihrerseits die erforderliche Technik für einen solchen leistungsfähigen HotSpot installieren. Somit können Amtsweit in den nächsten Monat insgesamt 90.000 Euro für eine solche WLAN-Infrastruktur ausgegeben werden - und das ohne Eigenmittel durch die jeweilige Gemeinde. Natürlich müssen diese Leistungen zunächst über entsprechende Vergabeverfahren ausgeschrieben werden - dies kostet Zeit.

Dabei betont Steven Hufnagel, dass dieses besondere Förderprogramm nichts mit dem laufenden und hoffentlich bald mit Leben erfüllte Breitbandförderprogramm des Bundes zu tun hat. Dieses soll nämlich sicherstellen, dass alle Haushalte unseres Amtes mit hochleistungs- und zukunftsfähigen Breitbandzugängen versorgt werden –sofern es der Grundstücksbesitzer wünscht.

Ferner ersetzen diese Hotspots natürlich nicht die privaten Internetanschlüsse von Haushalten oder Unternehmen – so Steven Hufnagel. Vielmehr sollen solche HotSpots in Parks, öffentlichen Gebäuden, an zentralen Plätzen oder an touristisch interessanten Punkten der Gemeinden dafür sorgen, dass ihre Einwohner oder ihre Besucher unabhängig vom Mobilfunk schnell und über eine europäisch einheitliche Plattform ins Internet gelangen.

Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass mit der geförderten Errichtung von solchen WLAN-HotSpots auch Kosten für den weiteren Betrieb und die Wartung verbunden sind, die die jeweilige Gemeinde selbst tragen muss. Dies sei schließlich nur vertretbar, wenn es für diese HotSpots auch eine nennenswerte (z.B. touristische) Nachfrage gibt, von der die Gemeinde - zumindest langfristig - profitiert.

Daher hat man sich auf diejenigen Gemeinden konzentriert, die sich entlang der bereits durch andere Projekte ausgewiesenen Radwanderwege befinden. Für diese Radwanderwege wird derzeit ein sog. Audio-Guide entwickelt, der nur dann funktioniert, wenn es auch einen ausreichend schnellen Zugang zum Internet gibt. In der Summe betrifft dies hauptsächlich eben die genannten unserer 20 Gemeinden, erläutert Hufnagel.

Wie diese Gelder nun eingesetzt bzw. die entsprechenden Förderprojekte nun umgesetzt werden, muss in den nächsten Wochen/Monaten gemeinsam mit den Gemeindevertretungen erörtert werden. Über die entsprechenden Entscheidungen werden Sie auf dieser Webseite natürlich rechtzeitig informiert. Also, schauen Sie wieder rein.