Leistungen nach dem AsylbLG / Wohnungsverwaltung

Allgemeine Hinweise

 Leistungsberechtigt nach diesem Gesetz sind Ausländer, die sich tatsächlich im Bundesgebiet aufhalten und die

1. eine Aufenthaltsgestattung nach dem Asylgesetz besitzen,

2. über einen Flughafen einreisen wollen und denen die Einreise nicht oder noch nicht gestattet ist,

3. eine Aufenthaltserlaubnis besitzen

a) wegen des Krieges in ihrem Heimatland nach § 23 Absatz 1 oder § 24 des Aufenthaltsgesetzes,

b) nach § 25 Absatz 4 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes oder

c) nach § 25 Absatz 5 des Aufenthaltsgesetzes, sofern die Entscheidung über die Aussetzung ihrer Abschiebung noch nicht 18 Monate zurückliegt,

4. eine Duldung nach § 60a des Aufenthaltsgesetzes besitzen,

5. vollziehbar ausreisepflichtig sind, auch wenn eine Abschiebungsandrohung noch nicht oder nicht   mehr vollziehbar ist,

6. Ehegatten, Lebenspartner oder minderjährige Kinder der in den Nummern 1 bis 5 genannten Personen sind, ohne dass sie selbst die dort genannten Voraussetzungen erfüllen, oder

7. einen Folgeantrag nach § 71 des Asylgesetzes oder einen Zweitantrag nach § 71a des Asylverfahrensgesetzes stellen.

Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz werden nur gewährt, wenn der erforderliche Lebensunterhalt nicht anderweitig, wie beispielsweise durch den Bezug von Einkommen, dem Vorhandensein von Vermögen oder dem Bezug von Leistungen anderer Leistungsträger, gedeckt ist.

Zu den Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gehören insbesondere:

• Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes
• Leistungen für die Kosten für Unterkunft und Heizung
• Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt

Als einmalige Beihilfen können zusätzlich Sonstige Leistungen gewährt werden. Dazu zählen insbesondere:

• Leistungen, wenn sie im Einzelfall zur Sicherung des Lebensunterhalts unerlässlich sind
(wie Wohnungserstausstattungen, Schwangerschaftsbekleidung und Bekleidung für den Klinikaufenthalt, etc.)
• Leistungen, die zur Sicherung der Gesundheit unerlässlich sind
• Leistungen zur Deckung besonderer Bedürfnisse von Kindern
(wie Babyerstausstattung, Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaketes in entsprechender Anwendung, etc.)
• Leistungen zur Erfüllung einer verwaltungsrechtlichen Mitwirkungspflicht
(wie beispielsweise Fahrtkosten zum Bundesamt für Migration und Flüchtlingsangelegenheiten)

Vorrangig werden die Leistungen für Unterkunft und Heizung sowie die Sonstigen Leistungen als Sachleistungen gewährt.


Der Bereich Wohnungsverwaltung ist für die beiden Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber des Landkreises Ludwigslust-Parchim zuständig. Diese befinden sich in Ludwigslust (266 Plätze) und in Parchim (200 Plätze).

Des Weiteren verwaltet die Wohnungsverwaltung die angemieteten Wohnobjekten.

Während in den Gemeinschaftsunterkünften vorranging Personen im Asylverfahren untergebracht sind, können in den Wohnungen im dentralen Wohnraum vorübergehend auch Personen mit einem Aufenthaltstitel untergebracht werden.